#faktist: #Identitätsdiebstahl mit Hilfe des #Datenerwerb für #Marketingzwecke

Frau M. war Studioleitung in dem namenhaften Besonnungsinstitut Sunpoint.
Wie so viele andere Angestellte fühlte sie sich nicht ausreichend honoriert.

Hin und wieder bewarb das Studio sich selbst, indem es Gutscheine als Beilage der wöchentlichen Stadtzeitung beigab.

Das Studio schenkte eine Besonnung.
Als Gegenleistung musste der Kunde „nur“ seine Daten, Name, Anschrift hinterlassen.

Frau M. sammelte in einem nächtlichen Streifzug die Gutscheine aus den Zeitungen, bediente sich dem Telefonbuch und schrieb in einem Zufallsprinzip Namen inkl. Adressen in die Gutscheine.

In Frau M.‘s Schicht kam irgendein Kunde ohne Gutschein.
Sie kassierte die Besonnung, im Schnitt zwischen 7,- und 12,- € für 20 Minuten, in ihre Tasche und legte einen von ihr manipulierten Gutschein in die Kasse.
Eine Schicht dauerte 6 Stunden.

Was mit den Adressen passiert, kann man in den AGBs

https://www.sunpoint.de/service/datenschutzhinweis

nachlesen.

Zustimmen braucht man nicht, hat Frau M. schon getan; freundlicherweise indem sie massenhaft die Unterschriften fälschte.
Kunden wurden über diesen Vorfall nie informiert!
Frau M. wurde hierfür auch nie bestraft.
Urkundenfälschung, Identitätsdiebstahl…
Frau M. verlor ihren Job, aber aus einem anderen Grund, weil sie phasenweise nicht zur Arbeit erschien, zusätzlich Atteste fälschte und damit auffiel.

Warum ich das schreibe?! Dies ist eine wahre Geschichte und ganz sicher kein Einzelfall! Ich möchte darauf hinweisen, zum Nachdenken des Datenschutzes bezüglich der Marketingzwecke anregen, ausserdem Betroffenen die Möglichkeit geben, darüber informiert zu sein, weil in der Regel über solche Vorfälle nicht berichtet wird.

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